Beschlussvorlage - BV-04-2025-022

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die Gemeindevertretung Bütow beschließt:

Variante A – Fortführung des Projektes
Die Gemeinde Bütow nimmt den Fördermittelbescheid des BAFA vom 31.10.2025 über 37.999,50€ Euro an. Die Verwaltung wird beauftragt, auf Grundlage des Fördermittelbescheides eine Ausschreibung zur Vergabe der Planungsleistungen (Leistungsphasen 2 bis 4) für das Nahwärmenetz Bütow OT Dambeck nach Bereitstellung der Mittel im Haushalt vorzubereiten und zu veröffentlichen.

Variante B – Abbruch des Projektes
Die Gemeinde Bütow beschließt, den Fördermittelbescheid vom 31.10.2025 nicht in Anspruch zu nehmen. Die Fördermittel werden an das BAFA zurückgegeben und das Projekt „Nahwärmenetz Bütow OT Dambeck“ wird nicht weiterverfolgt.

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Sachverhalt

Die Gemeindevertretung hat mit Beschluss vom 09.02.2024 (BV-04-2024-005) die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für ein Nahwärmenetz im Ortsteil Dambeck beschlossen.Die Vergabe der Planungsleistungen erfolgte mit Beschluss vom 21.03.2024 an die Firma BLS Energieplan GmbH. Die Machbarkeitsstudie wurde am 25.10.2024 abgeschlossen und am 11.11.2024 in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt. 

Im Ergebnis der Studie ist festzustellen, dass ein Nahwärmenetz für den Ortsteil Dambeck sowohl technisch umsetzbar als auch wirtschaftlich darstellbar ist. Der Ortsteil Dambeck verfügt bereits über ein kleines Bestandswärmenetz, das öffentliche Gebäude mit Wärme aus zwei Holzhackschnitzelkesseln versorgt. Dieses Netz kann als Grundlage für einen weiteren Ausbau dienen. Der aktuelle Wärmebedarf des Bestandsnetzes liegt bei rund 610 MWh pro Jahr. Durch den Anschluss weiterer interessierter Gebäude ergibt sich ein potenzieller zusätzlicher Wärmebedarf von etwa 550 MWh, sodass künftig insgesamt rund 1.090 MWh pro Jahr gedeckt werden könnten. Die Spitzenlast liegt bei etwa 570 kW.

Als Wärmequellen wurden verschiedene erneuerbare und nachhaltige Varianten untersucht. Die Studie zeigt, dass insbesondere eine Kombination aus Luft-Wasser-Wärmepumpe, Solarthermie und Holzhackschnitzelkesseln ein hohes technisches und wirtschaftliches Potenzial bietet. Ergänzend besteht die Möglichkeit, Strom aus nahegelegenen Photovoltaik- und Windenergieanlagen direkt in das Wärmenetz einzubinden, um den Betrieb der Wärmepumpe weitgehend mit lokal erzeugtem Grünstrom sicherzustellen.

Das favorisierte Versorgungskonzept sieht eine Luft-Wasser-Wärmepumpe als Grund- und Mittellasterzeuger sowie Holzhackschnitzelkessel als Spitzenlast- und Redundanzanlagen vor. Optional kann zusätzlich eine Solarthermieanlage zur Deckung der Grundlast integriert werden. Der Einsatz regenerativer Energieträger ermöglicht eine CO₂-Einsparung von rund 136 Tonnen pro Jahr, was einer Reduktion um etwa 97 Prozent gegenüber dem heutigen Zustand entspricht.

Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist das Wärmenetz darstellbar. Die Wärmegestehungskosten liegen im für Nahwärmeprojekte üblichen Rahmen und bieten den Anschlussnehmern langfristig stabile und wettbewerbsfähige Preise. Das Projekt trägt damit maßgeblich zur Umsetzung der Klimaschutzziele der Gemeinde und zur schrittweisen Treibhausgasneutralität bis 2045 bei.

Um die Planung nahtlos fortzuführen, hat die Verwaltung bereits am 28.03.2025 einen Fördermittelantrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die weiteren Planungsschritte (Leistungsphasen 2 bis 4) gestellt. Mit Bescheid vom 31.10.2025 wurden Fördermittel in Höhe von 37.999,50 Euro bewilligt, was 50 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben entspricht. Die Gesamtkosten betragen rund 75.999,00 Euro, sodass der Eigenanteil der Gemeinde ebenfalls 37.999,50 Euro beträgt.

Die Gemeindevertretung hat nun zu entscheiden, ob das Projekt mit den nächsten Planungsschritten fortgeführt und die Fördermittel in Anspruch genommen werden sollen oder ob der Fördermittelbescheid zurückgegeben und das Projekt nicht weiterverfolgt werden soll.

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Finanz. Auswirkung

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen

 

Nein

 x

Ja

 

 

 

 

 

Im Haushalt vorgesehen?

 x

Nein

 

Ja, Produktkonto

 

 

 

 

 

……………….

Ertrag/Einzahlung in €            

37.999,50 EUR

 

Überplanmäßige Ausgabe

 

 

 

 

Aufwand/Auszahlung in €    

75.999,00 EUR davon 37.999,50 EUR Eigenmittel und 37.999,50 EUR Fördermittel

 x

Außerplanmäßige Ausgabe

 

 

 

 

 

 

 

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