Beschlussvorlage - BV-25-2026-004
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag der CDU-Fraktion zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie für die
Nutzung von Biogas zur klimaneutralen Beheizung in Röbel/Müritz bis 2045
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Bürgermeister
- Bearbeiter:
- Matthias Radtke
- Antragsteller:
- CDU-Fraktion Röbel/Müritz
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Bau- und Stadtentwicklung Röbel/Müritz
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Vorberatung
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21.01.2026
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Geplant
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Finanzausschuss Röbel/Müritz
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Vorberatung
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27.01.2026
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Erledigt
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Hauptausschuss Röbel/Müritz
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Vorberatung
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Geplant
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Stadtvertretung Röbel/Müritz
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Entscheidung
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24.02.2026
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Beschlussvorschlag
Mit Schreiben vom 10.11.2025 hat die CDU-Fraktion folgenden Antrag eingereicht.
Die Stadtvertretung der Stadt Röbel/Müritz möge folgenden Beschluss fassen:
1. Zielsetzung:
Um eine verlässliche und vollständig regenerative Energiequelle sowie Treibhausgasneutralität bis zum Jahr 2045 für die Beheizung des
Innenstadtbereichs und gegebenenfalls weiterer Quartiere der Stadt Röbel/Müritz zu gewährleisten, wird die Stadtverwaltung beauftragt, eine
Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Diese Studie soll die Produktion von Biogas (biologisch hergestelltes Methan in der Qualität von H-Gas) sowie dessen Einspeisung in das bestehende Gasnetz Röbel/Müritz untersuchen. Die Machbarkeitsstudie muss sowohl die Produktion, die Einspeisung als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen umfassen.
2. Fördermittel:
Die Stadtverwaltung wird gebeten, mögliche Fördermittel für die Machbarkeitsstudie zu identifi zieren und bei Bedarf Gespräche auf Landes-
oder Bundesebene zu führen.
3. Durchführung der Studie:
Die Machbarkeitsstudie sollte vorrangig mit Hilfe von Fördermitteln, jedoch unabhängig von deren Verfügbarkeit, durchgeführt werden.
4. Externe Dienstleister:
Die Studie soll von fachkundigen externen Dienstleistern erstellt werden. Die Verwaltung wird beauftragt, eine entsprechende Ausschreibung zu erstellen und zu veröffentlichen. Die Vergabe der Leistung erfordert einen separaten Beschluss der Stadtvertretung, basierend auf dem Preis sowie möglichen Fördermitteln und deren Bedingungen.
gez. Felix Steinbeck (Vorsitzender der CDU-Fraktion Röbel/Müritz)
Sachverhalt
Der Weg zu einer klimaneutralen Beheizung im Jahr 2045 in der Innenstadt von Röbel/Müritz führt derzeit entweder über Wärmepumpen oder ein Nahwärmenetz. Die aktuelle Stromversorgung in Röbel ist dafür nicht ausgelegt, und für Fernwärme müssten in jeder Straße Fernwärmerohre und Hausanschlüsse verlegt werden, was eine umfassende Erneuerung aller Straßen und Gehwege bis 2045 erfordern würde.
Wir verfügen jedoch bereits über ein funktionierendes Energieversorgungsnetz in Form eines Erdgasnetzes. Die Versorgung dieses Netzes mit biogenem Gas (Methan) würde sowohl die Klimaschutzziele von 2045 erfüllen als auch die komplette Verlegung neuer Energieleitungen (Nahwärme/Strom) überflüssig machen. Die eingesparten Kosten könnten in den Bau von Biogasanlagen investiert werden, die flexibel betrieben werden können. Im Winter könnten diese mit energetisch hochwertigen Pflanzen (z.B. Mais) und im Sommer mit biogenen Abfällen mit geringerem Ertrag betrieben werden. Biogasanlagen sind kontinuierlich einsetzbar und unabhängig von Sonnen- und Windenergie. Zudem ist Biogas in begrenztem Umfang vor Ort speicherbar. Sollte sich die Heizungsenergieversorgung der Innenstadt von Röbel/Müritz und ggf. weiterer Quartiere als machbar und als Alternative zu einem Nahwärmenetz herausstellen, wäre dieser Weg möglicherweise einem Nahwärmenetz vorzuziehen.
Finanz. Auswirkung
Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht genau beziffert werden, da zum einen nicht konkret benannt wurde, welche Leistungsphasen nach HOAI beauftragt werden sollen, zum anderen unklar ist, in welchem Umfang Fördermittel für dieses Vorhaben zur Verfügung stehen. Zudem liegt bislang keine Kostenschätzung vor. Zum Vergleich: Die Leistungsphase 1 der Machbarkeitsstudie für das Nahwärmenetz Röbel verursachte Kosten in Höhe von rund 40.000 EUR, wovon 50 % durch Fördermittel gedeckt wurden.
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Finanzielle Auswirkungen |
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Nein |
X |
Ja |
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Im Haushalt vorgesehen? |
X |
Nein |
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Ja, Produktkonto |
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………………. |
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Ertrag/Einzahlung in € |
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Überplanmäßige Ausgabe |
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Aufwand/Auszahlung in € |
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Außerplanmäßige Ausgabe |
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Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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160,5 kB
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2
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(wie Dokument)
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188,3 kB
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3
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(wie Dokument)
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635,3 kB
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