Beschlussvorlage - BV-11-2023-023
Grunddaten
- Betreff:
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Erstellung einer Machbarkeitsstudie "Nahwärmenetz Kieve" nach Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) - Modul 1
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Amt für zentrale Dienste
- Bearbeiter:
- Bärbel Krugmann
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Gemeindevertretung Kieve
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Entscheidung
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17.11.2023
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Beschlussvorschlag
Die Gemeindevertretung der Gemeinde Kieve fasst folgenden Beschluss:
1. Um die Realisierbarkeit einer Nahwärmeversorgung in der Gemeinde Kieve zu prüfen, wird eine Machbarkeitsstudie erstellt.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, einen entsprechenden Fördermittelantrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu stellen.
3. Die notwendigen Eigenmittel sind im Gemeindehaushalt einzuplanen.
4. Die Machbarkeitsstudie soll von einem fachkundigen externen Dienstleister erstellt werden. Die Verwaltung wird damit beauftragt eine entsprechende Ausschreibung zu erstellen und zu veröffentlichen. Die Vergabe der Leistung darf erst nach der Fördermittelzusage erfolgen. (Förderbedingung)
Sachverhalt
Die Energie- und Wärmewende in Deutschland gewinnt zunehmend an Bedeutung - bis 2045 sollen die Kommunen das Ziel der Treibhausgasneutralität erreicht haben. In diesem Zusammenhang gewinnt die Kommunale Wärmeversorgung zunehmend an Bedeutung und kann ein wichtiger Meilenstein für die Klimaneutralität sein.
Die Gemeinde Kieve forciert eine zeitnahe Umsetzung eines gesamten Nahwärmenetzes, um Bürgerinnen und Bürgern zeitnah eine zukunftsfähige Wärmeversorgung anbieten zu können.
In einer Bürgerbefragung wurde die erste Interessenlage ergründet und auf Basis der Antworten sind überschlägige Berechnungen zur Netzdimensionierung erfolgt. Der Gesamtjahresnutzwärmebedarf der interessierten Anschlussteilnehmer liegt bei rund 1.058.000 kWh. Es ergibt sich bei einem angenommen Gleichzeitfaktor von 0,8 eine benötigte Heizleistungen für das gesamte Netz von 665 kW. Hier ist jeweils eine Reserve von 10 weiteren Anschlussnehmern und Leitungsverluste von 20 % einkalkuliert.
Im Grobkonzept sind mehrere Erzeugervarianten geprüft worden. Favorisiert wird eine Großwärmepumpe, betrieben mit lokalem grünem Strom. Im Westen der Gemeinde soll eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage errichtet werden, die sich aktuell im raumordnerischen Zielabweichungsverfahren befindet. Die Betreiber signalisierten ihre grundsätzliche Bereitschaft den erneuerbaren Strom für ein Nahwärmenetz zur Verfügung zu stellen, um ihn direkt vor Ort verbrauchen zu können. Auch eine Batteriespeicherlösung wird in Betracht gezogen.
Die zu erstellende Machbarkeitsstudie soll alle Erzeugervarianten aus dem Grobkonzept prüfen und bewerten. Die entsprechende Ausschreibung soll bereits vor Erteilung des Fördermittelbescheids vorbereitet werden um einen zeitlichen Vorteil zu gewinnen. Die Vergabe der Leistung darf aus förderrechtlichen Gründen erst nach einer Fördermittelzusage erfolgen.
Der derzeit geschätzte finanzielle Aufwand beträgt 40.000 €. Der Zuschuss beträgt 50% der förderfähigen Gesamtausgaben. Der durch den Gemeindehaushalt zu tragende Eigenanteil liegt bei ca. 20.000 €.
