13.11.2012 - 6 Vorstellung und Diskussion des Planungskonzepte...

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Wortprotokoll

Einführend erläutert Frau Lange (Planungsbüro A & S Neubrandenburg) 2 Varianten einer möglichen Sanierung der Mauerstraße in Röbel, an Hand von Lageplänen mit Darstellung der Straßen- / Gehwegführung und Straßenentwässerung, auch unter Einbeziehung der kleinen Platzanlage an der Verbindung zur Roßstraße.

Es werden grundsätzliche Gegebenheiten und Voraussetzungen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der 2 Varianten vorgestellt.

-          Schon die Ausgangssituation, nämlich die Frage wie saniert werden soll, stellt sich als schwierige Entscheidung dar. In dem ca. 200 m langen Sanierungs-abschnitt (von Wiesenstraße, westlich der Roßstraße, bis an die Hohe Straße)

stößt man auf abwechselnd enge und aufgeweitete Straßenbereiche und eine Platzfläche.

-          mit der Sanierungsmaßnahme Mauerstraße soll das Stadtbild abgerundet und geordnet werden. Dazu wird der Vorschlag unterbreitet, die vorhandenen

3 Schuppen zwischen der Bebauung und entlang dem Schulhofgelände bis zur Treppenanlage zum Parkplatz Schule/Polizei abzureißen und Gleiches für die Garagen ab der Treppenanlage in Richtung Hohe Straße vorzusehen.

-          Auf den frei werdenden Flächen kann dann, an erstgenannter Stelle eine Wohnbebauung für 3 kleine Eigenheime mit eigenen Stellplätzen/Terrassen entstehen.

Diese Variante wird von Frau Lange an Hand einer Beispiellösung in Altentreptow erläutert und bildlich dargestellt.

-          Am Standort der jetzigen Garagen reicht der Platz für eine Wohnbebauung nicht

aus. Dort würden 13 Stellplatzflächen eingeordnet werden können, die den Anwohnern der Mauerstraße ohne eigene Stellplatz- oder Garagenflächen auf dem Grundstück die Möglichkeit einer geordneten Parksituation bieten würden.

Eine personengebundene Reservierung der Parkplätze wird jedoch nicht angestrebt.

Anschließend wird Herrn Bernhardt zur Erläuterung der 2 Ausführungsvarianten das Wort erteilt.

An Hand der zur Einsicht ausgehängten Lagepläne wird bezugnehmend auf die Straßenführung, deren Querprofil und die Materialien eingegangen.

Variante 1:

-          einseitige Gehwegführung, 1,80 m breit westlich neben der mittigen Straßenentwässerung (Gossenform mit Einläufen) und der außermittigen Fahrbahn,

-          seitliche verbleibende Flächen könnten breitenmäßig angepasst und in Feldsteinpflaster ausgeführt werden,

-          viele enge Stellen, an denen Gehweg und Fahrbahn förmlich kolidieren, folglich werden Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme beim Verkehrsablauf grundsätzlich abgefordert sein,

-          der Kreuzungsbereich gestaltet sich etwas großzügiger,

-          die Materialien werden in Angleichung an die bisher sanierten Straßen im Stadtbereich von Röbel gewählt:             

Gehweg - Klinkerpflaster befahrbar

Entwässerung - Gosse in Polygonalpflaster altgebraucht

Straße - Polygonalpflaster altgebraucht

Seitenstreifen               - breitere Bereiche überwiegend westlich liegend als

  Feldsteinpflaster groß und

- Traufstreifen, Feldsteinpflaster klein

              -     Platzfläche mit 4 Parkplätzen und Begrünung, sowie Hunde-WC und Sitzbank

 

Variante 2:

-          Verbindung von Straßen- und Gehwegfläche,

-          Fahrbahn relativ mittig in Betrachtung der vorhandenen Breiten des Straßen-zuges,

-          Gehweglage mittig, 1,80 m breit,

-          Entwässerung (Gosseform mit Einläufen) westlich vom Gehweg

-          links und rechts Feldsteinpflaster in Anpassung der verbleibenden Seitenflächen zur Bebauung

-          die Materialien werden in Angleichung an die bisher sanierten Straßen im Stadtbereich von Röbel gewählt:             

Gehweg - Klinkerpflaster befahrbar

Entwässerung - Gosse in Polygonalpflaster altgebraucht

Straße - Polygonalpflaster altgebraucht

Seitenstreifen               - breitere Bereiche Feldsteinpflaster groß und

- Traufstreifen, Feldsteinpflaster klein

-          Platzfläche in ähnlicher Gestaltungsart und Ausstattung wie Variante 1

 

Die Beleuchtung beider Varianten soll mittels LED Beleuchtung (in Anlehnung an die Ausführung „Am Töpferwall“) erfolgen.

 

Im Zuge der Mauerstraßensanierung ist auch die Erneuerung der Treppenanlage zum Parkplatz vor dem Schulhofgelände geplant.

(Ausführung mit Kinderwagen-/Fahrradspurspur)

 

Ziel der Variantenvorstellung ist es eine der Varianten zu benennen, für die dann die Planung weitergeführt wird. 

 

 

Es gibt Wortmeldungen der anwesenden Gäste:

Frau Kruschel und weitere Garageneigentümer /-mieter stellen Fragen zum Abriss der Garagen und bekunden ihre persönlichen Einschränkungen durch den geplanten Abriss.

Wenn abgebrochen werden soll, warum sollen dann Stellplatzflächen neu angelegt werden? Genauso gut könnten die Garagen hergerichtet und fassadenmäßig neu gestaltet werden, um einer Weiternutzung zu entsprechen.

Wohnungsbau an einem Schulhofgelände?

 

Nochmals wird von Frau Lange erläutert, dass der Wohnungsbau eine mögliche Variante ist, die sich am ähnlich beschaffenen Standort in Altentreptow  bewährt hat. Das Herstellen von Parkplätzen an Stelle der Eigenheime ist ebenso möglich. Im Laufe der Planungszeit wird sich eine Variante durch Interessenbekundung herauskristallisieren.

Nicht für alle ist der anliegende Schulhof ein Hindernis. Gerade für ältere Personen, die noch aktiv am Stadtleben teilnehmen möchten bedeutet dieser Standort die Teilnahme am aktiven Stadtleben.

 

Die Mauerstraße soll so ruhig und sicher wie möglich gestaltet werden.

Es gibt Grundstücke die keine Zufahrt/Stellplatz besitzen. Für solche Grundstücksbesitzer sollen die öffentlichen Parkplätze nutzbar sein, jedoch ohne feste Vergabe an einzelne Personen. Bei den Garagen gibt es Festnutzer.

Mit der Herrichtung und Neugestaltung von Stellplätzen ergibt sich ein neues Bild am Altstadtrand von Röbel. Eine neu gestaltete Straße mit Platzanlage und öffentlichen Pkw-Stellplätzen lässt die Attraktivität steigen.

Durch eine zukünftige Wohnbebauung in dem stark begangenen Bereich erfährt diese Straße eine Aufwertung. Eine Umgestaltung der vorhandenen Garagen wird diesen Bereich nicht fördern.

 

Für Herrn Jurzinska bedeutet die Bebauung eine Lückenschließung und damit verbunden den Verlust einer Freifläche, die bislang für Straßenfeiern genutzt wurde.

Frau Lange versichert, dass die jahrelange Tradition einer Anliegerstraßenfeier anerkennenswert ist und auch zukünftig im Bereich der Platzfläche bzw. auf den Parkplatzbereichen stattfinden kann. Abgesenkte Borde und ebene Platzflächen würden dieses ungehindert zulassen.

 

 

Herr Wernecke fragt nach einer Lösungsform, analog der kürzlich sanierten Straße

„Achter de Muer“, schließlich hat es in der Mauerstraße noch nie einen Gehweg gegeben.

Vorschlag: Mittig eine Entwässerung (Gosse), seitlich pflastern

 

Dazu ergreifen Herr Sprick  und Frau Theuergarten das Wort.

Stadtsanierung heißt auch Lebensqualitätssteigerung, folglich bessere und sichere Begehbarkeit der Straßen und Gehwege.

Nochmals wird auf die Begehbarkeit der 2 Varianten, in Hinsicht auf die jeweiligen Hauseingänge und somit auf die Straßenüberquerungen eingegangen sowie auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern, Rollatorbenutzern und Muttis mit Kinderwagen hingewiesen.

 

Herr Richter bemerkt, dass in Zusammenarbeit mit dem Planer auch an dieser Stelle der Stadt Röbel eine schöne Stadtgestaltung, gekoppelt an die Bedürfnisse der Anwohner, praktizierbar ist. Historie und die Traditionen der Mauerstraße können auch bei neuer Gestaltung des Straßenzuges am Leben erhalten werden.

 

Trotzdem wollen die anwesenden Garagennutzer an einer Weiternutzungsvariante der Garagen festhalten.

Herr Müller wird zum Ergebnis der ersten Einwohnerrunde befragt und sagt aus:

-          Vor vielen Anwesenden wurde zum damaligen Zeitpunkt ein grobes Konzept

vorgestellt, mit der Absicht, die Anwohner und Garagenbesitzer / Garagenmieter über die geplante Straßensanierung zu informieren und frühzeitig auf den Umstand einer Kündigung des Pachtverhältnisses durch die Stadt Röbel vorzubereiten.

-          Es gab grobe Vorstellungen, dabei war die Sanierungssatzung vorrangiig.

Die Sanierung der Mauerstraße soll im Sinne des Wohles der Gemeinschaft

und der Touristen in Röbel durchgeführt werden.

                  

 

Nochmals geht Frau Kruschel auf den gewünschten Komfort einer Garage ihrer Mietparteien im Wohn- und Geschäftshaus in der Hohen Straße ein und fragt nach einem Neuaufbau und nach der Absicherung für eine behinderte Person.

 

Frau Sonnenburg erinnert an die Situation einer schnellen Parkplatzsuche für einen Arzt- oder Apothekenbesuch. Mit der Schaffung neuer Parkflächen kann dieser Brennpunktsituation entgegengewirkt werden.

Selbstverständlich sollen dabei Behindertenplätze (auch ggf. als fester Parkplatz vergeben) Berücksichtigung finden. Abschließend spricht sie sich bevorzugend für die Variante 2 aus.

 

Herr Sprick leitet zum Grundsatzentschluss über, spricht beide Varianten kurz an und ergänzt mit dem Hinweis, dass grundsätzlich die Einbahnstraßenregelung bleibt und keine schweren Fahrzeuge den Bereich der Mauerstraße befahren sollen.

 

Abstimmungsergebnis:              Variante 1              0 Stimmen

                                                        Variante 2              7 Stimmen, einstimmig

 

Der Vorentwurf „Sanierung Mauerstraße“ (entsprechend der ausgewählten Variante 2) wird zur Bauausschusssitzung  am 26.02.2013 vorgestellt und ggf. anschließend der Fördermittelantrag gestellt. Am 26.03.2013 geht der Vorentwurf nach zwischenzeitlicher Bürgerbeteiligung/Auslage in die Stadtvertretersitzung zur Abstimmung.

 

Nach Abhandlung dieses Tagesordnungspunktes verlassen die Garageneigentümer bzw. Garagenmieter den Sitzungssaal.