25.04.2022 - 7 Koordination Flüchtlingshilfe

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Wortprotokoll

Frau Jantzen und Herr Derksen

 

Es fand eine Koordinierungsveranstaltung in der Scheune Bollewick statt.

Herr Derksen hat zu Flüchtlingen Kontakt aufgenommen, sie sind mit 3 Bullis zur ukrainischen Grenze gefahren, um Flüchtlinge zu holen.

Viele Flüchtlinge sind bei Privatleuten untergebracht, einige auch schon in eigenen Wohnungen. Weitere Wohnungen werden gesucht. Für das Herrichten von Wohnungen werden noch Unterstützer gesucht.

In den Gemeinden wurden Wohnungen gefunden, sind auch schon bezogen; das Problem ist die fehlende Mobilität.  Der ukrainische Führerschein ist hier nur 185 Tage gültig und muss dann wohl neu gemacht werden. Die Flüchtlinge sollten eher in Röbel untergebracht werden.

Die Kleiderkammer ist von Melz nach Röbel umgezogen, sie ist so besser erreichbar. Es werden Räume für größere Sachspenden benötigt, z. B. Elektrogeräte und Möbel.

Es wird die Bitte geäußert, den Röbeler „Kleinen Stadtverkehr“ und die Fahrten des Elli-Busses auszuweiten, dann könnten die Kinder auch länger in Röbel bleiben.

 

Sprachkurse (Vorkurse) werden privat organisiert und durchgeführt, in Vorbereitung auf die offiziellen Kurse, die aber erst ab September angeboten werden. Es werden Personen gesucht, die diese Vorkurse durchführen, eine pädagogische Ausbildung ist dafür nicht erforderlich.

Psychologische Angebote sind wünschenswert, da viele Flüchtlingen Schlimmes erlebt haben, was dringend aufgearbeitet werden müsste.

 

Herr Leonhardt - möchte wissen, ob die Flüchtlinge bei uns bleiben wollen.

 

Herr Derksen – Es sind hauptsächlich Frauen und Kinder sowie Invaliden hier. Zuerst wollten sie alle zurück. Die Meinung ändert sich inzwischen auch wegen Wohnungen und Sozialleistungen.

 

Herr Richter – Die ukrainischen Kinder bekommen an 2 Tagen die Woche Deutschunterricht, die anderen 3 Tage sind sie in ihren Regelklassen.

 

Herr Sprick – Ca. 2265 Flüchtlinge sind in unserem Landkreis angekommen, davon 150 in unserem Amtsgebiet. Diese verteilen sich wie folgt:

70 in Röbel, 27 in Rechlin und der Rest in den Dörfern Altenhof, Kaeselin, Knüppeldamm, Ludorf, Vipperow, Lärz, Melz usw.

Notunterkünfte wurden eingerichtet, werden aber nicht benötigt.

In der Aula der Grundschule soll eine Infoveranstaltung vom Jobcenter durchgeführt werden.

Die Flüchtlinge wollen arbeiten – Klärung Anerkennung von Berufsabschlüssen.

Bei der Unterbringung der Kinder in Kindertagesstätten gibt es das Problem, dass in Deutschland die Masernimpfpflicht gilt, die Flüchtlinge jedoch nicht immer geimpft sind.

 

Frau Jantzen hat einen Leitfaden für die angekommenen Flüchtlinge entwickelt, der Link wird den Ausschussmitgliedern zur Verfügung gestellt.

 

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