18.12.2025 - 6 Einwohnerfragestunde

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Wortprotokoll

Einwohner Herr A

  • Ist Einwohner in Rechlin Nord und möchte auf eine unschöne Entwicklung hinweisen. Immer mehr Wohnhäuser werden in Rechlin nur noch als Ferienhäuser genutzt. Die Häuser werden meistens an Ortsfremde verkauft. Wieso ist das in einem ausgewiesenen Wohngebiet möglich? In einem Viertel stehen sieben Häuser und nur eins davon wird ganzjährig genutzt. Dadurch entstehen für die Einwohner Probleme, weil die Urlauber z.B. Lärm machen.
  • In Rechlin Nord hat nur eine Einfahrt und durch eine falsche Ausschilderung fahren die Urlauber dort rein und suchen das Hafendorf. Die Urlauber müssen fragen und rasen dann wieder raus. Das ist nervig für die Gäste und Anwohner. Er wünscht sich ein Schild „Achtung hier keine Zufahrt zum Hafendorf“.

Herr Ringguth

  • Ein Wohngebiet ist ein B-Plangebiet. Im B-Plan Nr. 2 in Rechlin Nord ist nach Bau GB eine nichtstörende gewerbliche Nutzung grundsätzlich möglich. Das ist Bundesrecht. Der Landkreis erteilt die entsprechenden Genehmigungen. Der B-Plan Nr. 2 wurde vor ca. 30 Jahren von der Gemeinde angestrebt. Damals wollte man den Leuten nicht so viele Vorschriften machen. Heute haben wir dazu eine andere Auffassung, aber damals war das so. Nach dem Krieg wurde die Hälfte der Siedlung abgerissen. Die neuen Gebäude sind leider nicht alle geschmackvoll gebaut worden. Die Stadt Röbel kümmert sich momentan mit der Juristin um eine Wohnraumerhaltungssatzung. Das ist ein schwieriger Eingriff in grundgesetzliche Dinge wie z.B. Eigentum, dass besonders geschützt ist. Im nächsten Jahr wollen wir auch eine Wohnraumerhaltungssatzung aufstellen. Erst dann hat die Gemeinde Einfluss, wenn jemand sich ein Haus kauft oder neu baut.
  • Wir werden oben in den Kreisverkehr eingreifen und auch Beschilderung ändern. Grundsätzlich haben wir die Verkehrsleitplanung gemacht. Aber der Zustand ist nicht optimal und das werden wir ändern. Allerdings wird es immer Leute geben, die falsch abbiegen.

Einwohner Herr B

  • Herr B fragt nach der finanziellen Beteiligung der Bürger am Solarpark, so dass die Akzeptanz erhöht wird. Wie sieht es mit einem Strombonus für ärmere Mitglieder der Gemeinde aus? Gibt es in Zukunft einen städtebaulichen Vertrag mit dem Eigentümer?

Herr Ringguth

  • Die Gemeinde hat sich mit dem Thema sehr beschäftigt, weil wir eine Nationalparkanliegergemeinde sind. Es gibt einen Grundsatzbeschluss mit mehreren Punkten, z.B. dass eine Anlage nicht von Wohnplätzen gesehen werden darf, sich nicht in Bereichen in denen man auf den Nationalpark zufährt befinden darf und vornehmlich auf Flächen die konversionsbelastet sind, wie dem Roggentiner Rollfeld.  Wir stehen den neuen Technologien offen gegenüber, aber wir sind eher etwas vorsichtig und konservativ. Auf dem Roggentiner Rollfeld ist so ein Projekt geplant. Der Strombonus soll vertraglich geregelt werden. Herr Ringguth möchte sich mit dem Einwohner zu dem Thema später nochmal unterhalten.

Einwohnerin Frau C

  • Sie möchte den Stand der kommunalen Wärmeplanung wissen. Was ist in Rechlin angedacht?

Herr Werner Stadtwerke Neustrelitz

  • Wir haben ein Planungsgesetz, dass muss aber noch in Landesrecht umgewandelt werden. Die Transformationsplanung ist angelaufen. Im Januar gibt es einen Termin mit der Gemeinde zur Anlaufberatung. Der Transformationsplan soll in 2026 fertig sein.

Herr Ringguth

  • Wir haben ausgeschrieben und die Stadtwerke Neustrelitz haben gewonnen.

Herr Werner Stadtwerke Neustrelitz

  • Das Thema Biogasanlag ist ein schwieriges Thema. Die Anlage läuft seit 17 Jahren. Der weitere Ausbau würde nochmal einen Millionen Betrag kosten. Es müsste ein zweiter Fermenter gebaut werden. Finanziell wird es wahrscheinlich günstiger, wenn wir einen neuen Energieträger bauen, eventuell eine Holzverbrennungsanlage oder eine Industrielle Wärmepumpe. Die könnte dann mit PV Strom betrieben werden. Die Planung erfolgt gemeinsam mit der Gemeinde. Die Kommunale Wärmeplanung ist bis 2028 vom Gesetzgeber vorgegeben. Hier haben wir ein Wärmevorranggebiet und hier haben wir ein dezentrales Gebiet, da werden wir mit der Wärmeversorgung nicht hinkommen, da müssen sich die Anwohner selber kümmern. Wenn der Transformationsplan steht, können wir 40% Fördermittel beantragen.

Herr Ringguth

  • Wir sind in Rechlin seit vielen Jahren Wärmeversorger. Ob und wie weit wir das erweitern können wissen wir noch nicht. Wir haben einen zeitweiligen Ausschuss gegründet mit dem Vorsitzenden Herrn Bunge. Herr Ringguth warnt vor einer übersteigerten Erwartungshaltung. Der Haushalt wird selbst mit Fördermitteln nicht alle Wünsche erfüllen können.