12.12.2024 - 5 Bericht des Bürgermeisters

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Wortprotokoll

Wahl in der Gemeinde:

 

Die Wahl im Frühjahr wurden von uns als Gemeinde und vor allem einer Gruppe von freiwilligen Wahlhelfern ordnungsgemäß und zuverlässig durchgeführt. An alle Wahlhelfer und Wahlhelferinnen an dieser Stelle vielen Dank für eure Bereitschaft, eine solche verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen. Der neue Gemeinderat ist konstituiert und hat seine Arbeit aufgenommen. Tatsächlich gibt es durch die wahrscheinlich vorgezogenen Bundestagswahlen schon im Februar die nächste Wahl zu organisieren. Ich denke, ich kann wieder auf die Bereitschaft aus der Gemeinde zählen und eine ordnungsgemäße Wahl organisieren.

 

Bauhof:

 

Der Bauhof arbeitet in voller Besetzung. In dieser Saison hatten wir mit dem Mähen der Grünflächen viel zu tun. Auch die Laubsaison ist weitestgehend abgeschlossen. So konnten wir uns gerade rechtzeitig um die Weihnachtsbäume kümmern und sie pünktlich zum ersten  Advent aufstellen.

Aktuell haben wir die Technik für den Winterdienst ausgerüstet und Salz eingelagert, so dass wir für den Winter startklar sind.

Nach unserem Weihnachtsurlaub werden wir je nach Wetterlage mit

dem Baumschnitt beginnen und die Mähtechnik für die kommende Saison vorbereiten.

 

FFW:

 

Die Feuerwehr ist Ausbildung und Ausrüstungstechnisch einsatzbereit. Wochentags ist die Tageseinsatzbereitschaft allerdings schon kritisch zu sehen.

Für weitere Ausführungen steht auf Anfrage Thomas Bruder gerne zur Verfügung.

Im Zuge der Jahreshauptversammlung der FFW wurde beschlossen einen Feuerwehr Förderverein zu gründen, um die Feuerwehr zu unterstützen und Aktivitäten wie Sport und Brauchtum Rechtssicherheit zu geben.

 

MSR:

 

Wie in jedem Jahr beherbergten wir auch wieder ein “DEPOT” der MSR, welches wie immer großen Zuspruch erfuhr. Federführend in der Organisation ist die Feuerwehr, was immer hervorragend abläuft. Es beteiligen sich viele Feuerwehrleute und Bürger, die sich mit Freude zu diesem Anlass treffen, um dieses Event zu stemmen.

Dieses Arrangement macht unsere Gemeinde sogar international bekannt.

So erzählt mir im letzten Winter ein guter Freund aus Hedemora (Schweden) dass er in jedem Jahr an der MSR teilnimmt und den Service im DEPOT Schwarz sehr genießt. Im Sommer besuchte er mich daraufhin in Schwarz auf dem Weg nach Berlin - natürlich mit dem Fahrrad.

 

Dorffest / 90-jähriges Jubiläum FFW Schwarz

 

Traditionell stand im Sommer das Dorffest an.

Außerdem beging unsere Feuerwehr in diesem Jahr ihr 90. Jubiläum.

Also entschieden wir, ein gemeinsames großes Fest zu feiern.

Jeder der das Fest besucht hat kann sich vorstellen, dass viel Arbeit in die Organisation geflossen ist. Ich bin sehr stolz auf alle die sich mit eingebracht und dieses Fest ermöglicht haben.

In diesem Zusammenhang möchte ich betonen, dass die Organisation und auch die Durchführung des Festes von vielen fleißigen Händen geleistet wurde. Alle zusammen, ob aus der Feuerwehr, dem Dorfklub, dem Gemeinderat oder Leuten die Lust hatten mitzumachen haben ihr Bestes gegeben und das Fest zu einem großen Erfolg gemacht. Dieser Zusammenhalt macht mich besonders stolz.

So wurde die Arbeit der Feuerwehr nach einem Umzug und nach Aufstellen auf dem Festplatz gebührend gewürdigt. Nach einigen Gruß- und Glückwunschreden sorgten die Kameraden und Kameradinnen bis zum Nachmittag mit Vorführungen ihrer Fähigkeiten für die Gäste für ein tolles Programm für Jung und Alt. Mittagessen aus der eigenen Gulaschkanone und das traditionelle Kaffeetrinken am Nachmittag begleiteten das Programm. Gerne weise ich wie jedes Jahr auf unsere vielen fleißigen, in diesem Fall mehrheitlich Frauen hin, die einen besonderen Erbseneintopf  in der Gulaschkanone zauberten und viel leckeren Kuchen zum Kaffee gebacken haben. Auf diese Tradition können wir alle gerne stolz sein. 

Zum Abend ging das Fest in einen sehr gelungenen Tanzabend mit Livemusik der „Herzöge“ über. Um 22 Uhr konnten wir uns an einem Feuerwerk erfreuen.

Ausgelassen feierten wir mit unseren Gästen bis 2 Uhr.

Die Tatsache das das Dorffest in jedem Jahr wächst und von vielen Gästen besucht wird, freut und belohnt uns alle und besonders diejenigen die zum Gelingen beitragen.

 

Ortsdurchfahrt Buschhof:

 

Da wir mit dem Landkreis MSE in der Planung auf der Zielgeraden sind, jetzt die Genehmigungsverfahren und Ausschreibungen beginnen, bin ich zuversichtlich das endlich nach 5 Jahren Bemühungen und Arbeit die Bauarbeiten im April 2025 beginnen können.

Ein langer Weg, viele Gespräche, unzählige Termine waren nötig, um diesen Plan auf das Papier zu bekommen. Nun müssen wir, aber hauptsächlich die Buschhofer die an dem wirklich schlechten Teil der Dorfstraße wohnen, noch einen Winter diesen Zustand ertragen. Aber ich hoffe das die greifbare Aussicht auf eine neue Straße mit neuen Bürgersteigen hilft, diese wenigen Monate zu überstehen.

Die Pläne zum Ausbau liegen vor und ich werde diese in einem weiteren Tagesordnungspunkt erläutern.

Ich bin seit einiger Zeit dabei, Möglichkeiten zu erarbeiten dass wir im Zuge der Bauarbeiten an der Dorfstraße den Wiesenweg gleich mit befestigen. Dazu erstellt das Planungsbüro, welches für die Planung des gesamten Projektes verantwortlich ist, eine Kostenschätzung. Diese wird Aufschluss über die Machbarkeit geben. Ich bin sehr daran interessiert die Situation am Wiesenweg nachhaltig zu verbessern. Einerseits natürlich, um bessere Gegebenheiten für die Anwohner des Wiesenweg zu schaffen, aber auch die Belange der Gemeinde spielen eine Rolle. So wird durch das Befestigen ein vernünftiger Winterdienst ermöglicht und angesichts der Haushaltslage ist ein wiederkehrendes Herrichten des unbefestigten Weges unmöglich.

 

Situation Seebusch:

 

Der Seebusch ist winterfest gemacht und wartet auf die neue Saison.

An der Pachtsituation der Gaststätte und des Kiosk wird sich nichts ändern. Die beiden Pächter planen auch in der nächsten Saison ihre Geschäfte zu führen.

Mit unseren Freunden der Feuerwehr Birkenwerder sind wieder einige kleine Projekte geplant. So wollen wir zum Beispiel einen Verkaufsstand mit einer Abzugshaube zum Grillen ausstatten und sicher finden die Jungs und Mädels wieder das Eine oder Andere zu erledigen.

Diese Freundschaft besteht schon sehr lange, ich freue mich dass wir diese erhalten können und gerne zusammenkommen.

Weiterhin habe ich die Erneuerung der Hütten am Festplatz im Auge und werde versuchen dafür Mittel im nächsten Haushalt einzustellen. Der Zustand der Hütten ist inzwischen wirklich bedenklich und ich glaube das sie erhalten bleiben müssen.

 

Breitband Ausbau:

 

Offenbar ist das Netz fertig ausgebaut und jetzt werden die Hausanschlüsse realisiert. In meinem persönlichen Fall hat das sehr gut geklappt. Der Anschluss ist gelegt, angemeldet und das Internet funktioniert problemlos.

Es ist aber noch einiges zu tun. So höre ich hin und wieder, dass es eben nicht gut klappt mit den Hausanschlüssen und den Verträgen. Ich werde nachfragen warum es hier und da klemmt.

 

Radwegebau:

 

Der Ausbau auf dem Bahndamm in Buschhof ist das einzige Projekt in dem derzeit Bewegung ist. Das liegt im Wesentlichen daran, dass die Stadt Wittstock das Projekt vorantreibt. Nun hat das Planungsbüro der Stadt Wittstock eine Vorplanung und eine Kostenschätzung vorgelegt.

Danach werden für die 1,7 Kilometer Radweg von der Landesgrenze bis zum Ortseingang Buschhof  557.097,48 Euro erwartet. Da beide betroffenen Gemeinden Schwarz und Lärz nicht ansatzweise die finanzielle Leistungsfähigkeit haben, so eine Summe aufzubringen sind wir auf alternative Finanzierungen angewiesen. Daran wird aktuell gearbeitet.

Leider ist der Fakt, dass die Bahnstrecke immer noch nicht entwidmet ist sehr hinderlich.

 

Situation Kieswerk:

 

Durch den Kiesabbau und den erforderlichen Transport wird der LKW Verkehr im Dorf schon als störend empfunden. Noch sind die Mengen überschaubar, aber mit der Aussicht auf eine Ausweitung der Aktivitäten im Zusammenhang der Mirower Umgehungsstraße entsteht Handlungsbedarf.

Ich denke, dass niemand im Dorf grundsätzlich etwas gegen das Erschließen der Kiesvorkommen im Süden von Schwarz einzuwenden hat. Wenn das so bleiben soll, müssen alle Beteiligten die Belastungen durch den anfallenden LKW-Verkehr bedenken und nach Wegen suchen diese so gering als möglich zu gestalten. Die Beteiligten sind die Kirchgemeinde (Landbesitz um das Kieswerk), die Schwarzer Landprodukte, die Gemeinde (Interessenvertreter der Anwohner) und nicht zuletzt der Betreiber des Kieswerkes.

Im Zuge einiger Gespräche versuche ich zu erreichen, dass der komplette LKW-Verkehr aus dem Dorf herausgehalten wird und über einen angepassten Weg über die Feldmark in Richtung Langschlage erfolgen kann. Ich hoffe, dass spätestens, wenn sich die Fördermenge des Kieswerkes erhöht, wir mit allen Beteiligten eine Lösung vorweisen können.

 

Arztpraxis:

 

Schlechte Neuigkeiten erreichen uns aus der Praxis Rau. Zum Jahresende wird unsere Praxis schließen. Obwohl die Beweggründe der Fam. Rau verständlich und nachvollziehbar sind, reißt die Schließung ein großes Loch in die Ärztliche Versorgungsstruktur. Nach Rechlin verliert nun auch Schwarz ihre Hausarztpraxis. In Mirow stehen auch bald zwei Pensionierungen von Ärzten an. Kurz gesagt die Lage ist prekär.

Schnelle Lösungen sind leider nicht in Sicht und die Ansiedelung eines Hausarztes in Schwarz ist fast aussichtslos.

Abhilfe sollen in Zukunft sogenannte MVZ bringen die in Städten wie Röbel und Mirow die Hausärztliche Versorgung übernehmen sollen. In der Fläche wird über mobile MFA (Medizinische Fach Angestellte) nachgedacht.

Leider alles Zukunftsmusik, die nichts an der akuten Situation ändert.

Und wer in den letzten Sätzen irgendwie etwas vertrautes rausgehört haben will, ja- klingt doch sehr nach “Landambulatorium und Gemeindeschwester” nur das noch nicht von einer Schwalbe gesprochen wurde, um Mobilität zu gewährleisten.

 

Rentnerweihnachtsfeier:

 

Als letzten Punkt etwas Positives. Unsere traditionelle Rentnerweihnachtsfeier haben wir wie in jedem Jahr am ersten Advent gefeiert.  Bei der Planung und Vorbereitung habe ich wieder volle Unterstützung vom Dorfklub erhalten.

Es ist wirklich eine Freude mit den Leuten alles vorzubereiten.

Einkaufen, eindecken, Schnittchen belegen usw. alles muss bedacht und organisiert werden. Vielen Dank euch allen für eure Unterstützung.

Plätzchen für die Geschenktütchen werden von fleißigen Bäckerinnen im Dorf gebacken. Inzwischen ist die Bereitschaft so, dass jeder Keks in der Tüte aus einer anderen Küche kommt. Für das Packen der Geschenktüten verwandelte sich die Schmiede an einem Abend in eine Verpackungs-

Straße. Stramm organisiert, so dass eine kleine Bäckerei neidisch werden könnte. Ich bin immer wieder begeistert, wie alles Hand in Hand läuft und das Ergebnis spricht für sich.

In diesem Jahr hatten wir rekordverdächtige 56 Senioren aus Schwarz Buschhof und Langenschlage zu Gast. Das freut mich und alle fleißigen Helfer total.

Allerdings war mein erster Gedanke, wenn das so weiter geht, müssen wir die Schmiede vergrößern.